Canon EOS M vs. Fujifilm X-E4
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Canon EOS M oder Fujifilm X-E4, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2021 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund neun Jahre ältere Canon-DSLM von 2012. Einer fairen Vergleichskonstellation entspricht dies natürlich nicht mehr. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die EOS M von Canon hat einen nicht-stabilisierten 17.9 Megapixel CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 17.915.904 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die deutlich jüngere Fujifilm X-E4 mit einem 26.1 Megapixel X-Trans 4 BSI-CMOS-APS-C-Sensor, ohne Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 25.958.400 Pixel.
Miteinander verglichen werden also zwei APS-C Systemkameras, mit geringfügig unterschiedlicher Sensorgröße (zu Gunsten der Fuji). Die X-E4 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3.8 µm. Dem steht die M mit 4.3 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht. Schon gar nicht bei zwei Kameramodellen verschiedener Hersteller, zwischen deren Release bereits gut neun Jahre liegen.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 22.3 x 14.9 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm |
| Crop-Faktor | 1,6-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 17,9 Megapixel | 26,1 Megapixel |
| Pixelpitch | 4.3 µm | 3.8 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Canon M mit einer Auflösung von maximal 5.184 x 3.456 und die Fuji X-E4 mit 6.240 x 4.160 Pixel aufnehmen. Letztere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Verschluss. Die EOS M erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 und die X-E4 von 1/32.000 bis 30 Sekunden.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit liegt die Fuji mit ISO 80 bis 51.200, gegenüber der Canon mit ISO 100 bis 12.800, in beiden Richtungen vorn.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Canon EOS M, mit lediglich 4.3 statt 8 Bildern pro Sekunde, das Nachsehen.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 5.184 x 3.456 Pixel effektive 17,9 Megapixel | 6.240 x 4.160 Pixel effektive 26,0 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/32.000 Sek. mechanisch: 1/4.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 30 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 160 erweiterbar auf ISO 80 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 12.800 | ISO 1.280 erweiterbar auf ISO 51.200 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 4,3 Bilder/Sek. | 20,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz mit Leitzahl 9 hat nur die Canon-Systemkamera. Über deren Blitzschuh kann ein Systemblitz genutzt werden.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzleitzahl | LZ 9 | |
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/180 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen möglich. Als 4K-Systemkamera macht jedoch die X-E4 das Rennen. Im Vergleich dazu bietet die EOS M Full HD, also nur gut ein Viertel der Videoauflösung von UHD. Erstere kommt auf hochauflösendere 30 Vollbilder pro Sekunde, letztere schafft 30 Bilder.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | Full HD 1.920 x 1.080 Pixel | 4K 4.094 x 2.160 Pixel |
| Framerate | 30 fps | 30 fps |
| Bitrate | 200 Mbit/s | |
| Aufnahmezeitlimit | 1.799 Sekunden | 1.800 Sekunden |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung und manueller Fokus. Die Fujifilm X-E4 hat außerdem auch Eye-AF, Verfolgung, sowie Touchfokus mit an Board.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | |
| Arbeitsbereich | ab LW -4 | |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| manueller Fokus | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der M findet sich ein 3 Zoll großer Bildschirm, mit 1.04 Mio. Bildpunkten. Er ist jedoch fest und damit weder neig-, noch schwenkbar. Die X-E4 hat ein ebenso 3 Zoll großes Touchdisplay, mit gleicher Auflösung. Es ist zwar klapp-, aber ebenso wenig schwenkbar.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 1.04 Mio. Pixel | 1.62 Mio. Pixel |
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | |
| Wasserwage |
Im Gegensatz zum Monitor, hat die Canon EOS M keinen Sucher verbaut. Dafür aber ist die Fuji X-E4 mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit rund 2.36 Mio. Pixel auf.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | |
| Sucherauflösung | 2.36 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.62-fach | |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der M erfolgt die Stromversorgung über einen herstellerspezifischen Akku . Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 230 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart. Ein Netzteil kann an der DSLM angeschlossen werden.
Die X-E4 setzt auf einen Spezialakku vom Typ Fujifilm NP-W126S (7,2 Volt; 1.260 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 400 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 170 Bilder mehr, als beim deutlich älteren Vergleichsmodell von Fujifilm. Die Anschlussmöglichkeit eines USB-Netzteils bietet sich ebenso.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Typ | herstellerspezifisch | Fujifilm NP-W126S 7,2 Volt; 1.260 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 230 Fotos gem. CIPA-Standart | 400 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Beide Systemkameras unterstützen Speicherkarten vom Typ SD, SDHC, und SDXC. Dazu steht jeweils ein Kartenlaufwerk bereit. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-I | |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 1 Slot |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 2.0 | 3.2 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die M mit Canon EF-M- und X-E4 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 82 X-Mount-Objektive. Für das EF-M-Bajonett sind es dagegen nur 43 Linsen und somit weniger. Obwohl es sich um zwei APS-C-DSLMs handelt, hat die Canon einen Crop-Faktor von 1,6x, wogegen dieser beim Modell von Fujifilm bei 1,5x liegt.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Canon EF-M-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 43 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die X-E4. Sie misst 12,1 x 7,3 x 3,3 cm und wiegt ohne Akku 315 g. Etwas kompakter fällt die 10,9 x 6,6 x 3,2 cm große EOS M aus. Mit 308 g (inkl. Akku) ist sie ebenso leichter.
| Canon M | Fuji X-E4 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 109 x 66 x 32 mm | 121 x 73 x 33 mm |
| Gewicht | 308 g mit Akku | 315 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 38.5 hat die Fujifilm X-E4 im direkten Systemkamera-Vergleich ganz klar die Nase vorn. Dennoch spricht mit 18 Punkten auch einiges für die Canon EOS M. Weiterhin ist da der immense Altersunterschied von rund neun Jahren.
Für die Fujifilm X-E4 spricht:
- effektiv um 8,0 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- kürzere Verschlusszeit bis 1/32.000 Sek. möglich
- Langzeitbelichtung mittels Bulb-Funktion
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 80
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 51.200
- um 15,7 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- höhere Videoauflösung
- höheres Aufnahmezeitlimit für Videos
- hat einen Mikrofonanschluss
- höher auflösenderer Monitor mit 580.000 Pixel mehr
- neigbares Display
- hat einen eingebauten Sucher
- gut 170 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- eingebautes Bluetooth-Modul
- mit WLAN-Funkmodul ausgestattet
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
- optionaler Funktionshandgriff erhältlich
- größeres Objektivangebot
Die X-E4 ist erhältlich bei:
Für die Canon EOS M spricht:
- niedrigere Pixeldichte
- hat ein eingebautes Blitzgerät
- portablerer Body
- leichteres Kameragehäuse
















































