Fujifilm X-A3 vs. Leica SL2 (Typ 2998)
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Fujifilm X-A3 oder Leica SL2 (Typ 2998), welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2019 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund drei Jahre ältere Fujifilm-DSLM von 2016. Der Altersunterschied hält sich für eine interessante Vergleichskonstellation also noch in Grenzen. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die X-A3 von Fujifilm hat einen nicht-stabilisierten 24 Megapixel CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 24.000.000 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die jüngere Leica SL2 (Typ 2998) mit einem 47.3 Megapixel CMOS-Vollformat-Sensor, mitsamt 5-Achsen Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 46.726.912 Pixel.
Miteinander verglichen wird also eine APS-C-, mit einer Vollformat-Systemkamera. Die SL2 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 4.3 µm. Dem steht die X-A3 mit 3.9 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal schlechter klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.7 mm | Kleinbild Abmessungen: 36 x 24 mm |
| Crop-Faktor | 1,5-fach | 1,0-fach |
| Auflösung | 24,0 Megapixel | 47,3 Megapixel |
| Pixelpitch | 3.9 µm | 4.3 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Fuji X-A3 mit einer Auflösung von maximal 6.000 x 4.000 und die Leica SL2 mit 8.368 x 5.584 Pixel aufnehmen. Letztere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG-Format, die Fujifilm unterstützt außerdem auch RAW und die Leica noch DNG. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Schlitzverschluss. Die X-A3 erlaubt Verschlusszeiten von 1/32.000 und die SL2 (Typ 2998) von 1/40.000 bis 30 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit liegt die Leica mit ISO 50 bis 50.000, gegenüber der Fuji mit ISO 100 bis 25.600, in beiden Richtungen vorn.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Fujifilm X-A3, mit lediglich 7.2 statt 10 Bildern pro Sekunde, das Nachsehen.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 6.000 x 4.000 Pixel effektive 24,0 Megapixel | 8.368 x 5.584 Pixel effektive 46,7 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| DNG-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | Schlitzverschluss |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/32.000 Sek. mechanisch: 1/4.000 Sek. | 1/40.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 30 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 200 erweiterbar auf ISO 100 | ISO 100 erweiterbar auf ISO 50 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 6.400 erweiterbar auf ISO 25.600 | ISO 50.000 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 7,2 Bilder/Sek. | 20,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz mit Leitzahl 5 (bei ISO 100) hat nur die Fuji-Systemkamera. Über deren Blitzschuh kann ein Systemblitz genutzt werden. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/180 bzw. 1/250 Sekunde.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzleitzahl | LZ 5 bei ISO 100 | |
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/180 Sekunde | 1/250 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen möglich. Als 4K-Systemkamera macht jedoch die SL2 (Typ 2998) das Rennen. Im Vergleich dazu bietet die X-A3 Full HD, also nur gut ein Neuntel der Videoauflösung von UHD. Ungeachtet der Auflösung liegt ihre Framerate bei Vollbilder pro Sekunde.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | Full HD 1.920 x 1.080 Pixel | 4K 4.992 x 3.744 Pixel |
| Framerate | 60 fps | 60 fps |
| Aufnahmezeitlimit | 840 Sekunden | |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung und manueller Fokus. Die Leica SL2 (Typ 2998) hat außerdem auch Eye-AF, Verfolgung, sowie Touchfokus mit an Board.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Kontrast | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast |
| AF-Hilfslicht | LED | LED |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| manueller Fokus | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der X-A3 findet sich ein 3 Zoll großer Touchscreen, mit 920.000 Bildpunkten. Er ist zwar neig-, aber nicht schwenkbar. Die SL2 (Typ 2998) hat ein 3.2 Zoll großes Touchdisplay, mit einer Auflösung von 2.1 Mio. Punkten. Es ist nicht beweglich.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3.2 Zoll |
| Auflösung | 920.000 Pixel | 2.1 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | |
| Wasserwage |
Im Gegensatz zum Monitor, hat die Fuji X-A3 keinen Sucher verbaut. Dafür aber ist die Leica Typ 2998 mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit sehr guten 5.76 Mio. Pixel auf.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | |
| Sucherauflösung | 5.76 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.78-fach | |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der X-A3 erfolgt die Stromversorgung über einen Fujifilm NP-W126S mit 7,2 Volt und einer Kapazität von 1.260 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 410 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart.
Die SL2 setzt dagegen auf einen Spezialakku vom Typ Leica BP-SCL4 (7,2 Volt; 1.860 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 370 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 40 Bilder weniger, als beim älteren Vergleichsmodell von Leica. Ein USB-Netzteil lässt sich an der DSLM anschließen.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Typ | Fujifilm NP-W126S 7,2 Volt; 1.260 mAh | Leica BP-SCL4 7,2 Volt; 1.860 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 410 Fotos gem. CIPA-Standart | 370 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Beide Systemkameras unterstützen Speicherkarten vom Typ SD, SDHC, und SDXC. Dazu steht jeweils ein Kartenlaufwerk bereit.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-I | UHS-II |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 1 Slot |
| interner Speicher | 0 GB | 4 GB |
Konnektivität
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 2.0 | 3.1 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die X-A3 mit Fujifilm X- und Typ 2998 mit Leica L-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 82 X-Mount-Objektive. Für das L-Bajonett sind es dagegen nur 57 Linsen und somit weniger. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die APS-C-Digitalkamera einen Crop-Faktor von 1,5x hat, wogegen er beim Vollformat-Modell bei 1,0x liegt.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Fujifilm X-Mount | Leica L-Mount |
| Objektivangebot | 82 Objektive | 57 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die SL2 (Typ 2998). Sie misst 14,6 x 10,7 x 4,2 cm und wiegt ohne Akku 835 g. Kompakter fällt die 11,7 x 6,7 x 4,0 cm große X-A3 aus. Mit 290 g (ohne Akku) ist sie ebenso deutlich leichter.
| Fuji X-A3 | Leica SL2 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 117 x 67 x 40 mm | 146 x 107 x 42 mm |
| Gewicht | 290 g ohne Akku | 835 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 44.5 hat die Leica SL2 (Typ 2998) im direkten Systemkamera-Vergleich ganz klar die Nase vorn. Dennoch spricht mit 22.5 Punkten auch einiges für die Fujifilm X-A3. Weiterhin ist da der Altersunterschied von rund drei Jahren. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 5.350,- Euro trennen. Bei 5.999,- und 649,- entspricht dies einen Mehrpreis von rund 89 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt, was so natürlich kaum im Verhältnis eines fairen Vergleichstests steht. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Leica SL2 (Typ 2998) spricht:
- größerer Bildsensor
- niedrigere Pixeldichte
- Bildstabilisator
- effektiv um 22,7 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- kürzere Verschlusszeit bis 1/40.000 Sek. möglich
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 50
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 50.000
- um 12,8 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- ermöglicht mit 1/250 Sekunde eine um 70 Millisekunden kürzere Blitzsynchronzeit
- höhere Videoauflösung
- Kopfhöreranschluss vorhanden
- hat einen Mikrofonanschluss
- 0.2 Zoll größerer Bildschirm
- höher auflösenderer Monitor mit 1.18 Mio. Pixel mehr
- hat einen eingebauten Sucher
- interner Speicher
- eingebautes Bluetooth-Modul
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
- optionaler Funktionshandgriff erhältlich
Die Typ 2998 ist erhältlich bei:
Für die Fujifilm X-A3 spricht:
- ca. 89 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Fuji)
- hat ein eingebautes Blitzgerät
- neigbares Display
- etwas mehr Fotos mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- größeres Objektivangebot
- portablerer Body
- viel leichteres Kameragehäuse



























































