Leica M10-D (Typ 9217) vs. Fujifilm X-H2
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Leica M10-D (Typ 9217) oder Fujifilm X-H2, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2022 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund vier Jahre ältere Leica-DSLM von 2018. Der Altersunterschied hält sich für eine interessante Vergleichskonstellation also grade noch in Grenzen. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die M10-D (Typ 9217) von Leica hat einen nicht-stabilisierten 24 Megapixel CMOS-Sensor im Kleinbildformat. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 23.856.192 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die jüngere Fujifilm X-H2 mit einem 40.2 Megapixel X-Trans 5 HR BSI-CMOS-APS-C-Sensor, mitsamt 5-Achsen Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 39.814.656 Pixel.
Miteinander verglichen wird also eine Vollformat-, mit einer APS-C-Systemkamera. Die X-H2 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3 µm. Dem steht die M10-D (Typ 9217) mit 6 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal sehr viel besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht. Schon gar nicht bei zwei Kameramodellen verschiedener Hersteller, zwischen deren Release bereits gut vier Jahre liegen.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Sensor | Kleinbild Abmessungen: 36 x 24 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm |
| Crop-Faktor | 1,0-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 24,0 Megapixel | 40,2 Megapixel |
| Pixelpitch | 6 µm | 3 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Leica M10-D mit einer Auflösung von maximal 5.976 x 3.992 und die Fuji X-H2 mit 7.728 x 5.152 Pixel aufnehmen. Letztere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG-Format, die Leica unterstützt außerdem auch DNG und die Fujifilm noch RAW & HEIF. Die M10-D (Typ 9217) erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 bis 8 und die X-H2 von 1/180.000 bis 4 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit kann die Fuji mit ISO 64 bis 12.800 nach unten und die Leica mit ISO 100 bis 50.000 dafür aber nach oben hin überzeugen.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Typ 9217, mit lediglich 5 statt 15 Bildern pro Sekunde, deutlich das Nachsehen.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 5.976 x 3.992 Pixel effektive 23,9 Megapixel | 7.728 x 5.152 Pixel effektive 39,8 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| DNG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| HEIF-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | |
| Verschluss-Haltbarkeit | ca. 500.000 Auslösungen | |
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/180.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 8 Sekunden | 4 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 125 erweiterbar auf ISO 64 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 50.000 | ISO 12.800 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 5,0 Bilder/Sek. | 15,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz hat keine der Vergleichskameras. Über deren Blitzschuh kann dafür aber ein Systemblitz genutzt werden. Auch eine Blitzsynchronbuchse ist vorhanden. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/180 bzw. 1/250 Sekunde.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/180 Sekunde | 1/250 Sekunde |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten den Fokus-Modus manueller Fokus. Die Fujifilm X-H2 hat außerdem auch Autofokus, Gesichtserkennung, Eye-AF, Verfolgung, sowie Touchfokus mit an Board.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | |
| Arbeitsbereich | ab LW -7 | |
| manueller Fokus | ||
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Erfreulicherweise hat die Leica Typ 9217 einen optischen Sucher mit 0.73-facher Vergrößerung. Optional wird für die DSLM aber auch noch ein elektronischer Aufstecksucher angeboten. Auch die Fuji X-H2 ist mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 0.73-facher Vergrößerung, bei 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit sehr guten 5.76 Mio. Pixel auf.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Sucher | optischer Sucher | elektronischer Sucher |
| Sucherauflösung | 5.76 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.73-fach | 0.8-fach |
| Dioptrienausgleich | -5 bis 3 Dioptrien |


Speicher
Gespeichert wird auf Speicherkarten vom Typ SD, SDHC und SDXC, wogegen die die Fujifilm-DSLM außerdem auch CFexpress Typ B unterstützt. Der Leica-DSLM steht dazu ein Kartenlaufwerk bereit. Ihr Vergleichspartner hat dafür gleich zwei Slots. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC, CFexpress Typ B |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-II, V90 | |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 2 Slots |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | externer GPS-Empfänger | via Smartphone |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 3.2 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die Typ 9217 mit Leica M- und X-H2 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 82 X-Mount-Objektive. Für das M-Bajonett sind es dagegen immerhin 81 Linsen und somit etwas weniger. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die Vollformat-Digitalkamera einen Crop-Faktor von 1,0x hat, wogegen er beim APS-C-Modell bei 1,5x liegt.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Leica M-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 81 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die X-H2. Sie misst 13,6 x 9,3 x 8,5 cm und wiegt ohne Akku 579 g. Kompakter fällt die 13,9 x 8,0 x 3,8 cm große M10-D (Typ 9217) aus. Mit 660 g (inkl. Akku) ist sie dafür etwas schwerer.
| Leica M10-D | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 139 x 80 x 38 mm | 136 x 93 x 85 mm |
| Gewicht | 660 g mit Akku | 579 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 28.5 hat die Fujifilm X-H2 im direkten Systemkamera-Vergleich ganz klar die Nase vorn. Dennoch spricht mit 15.5 Punkten auch einiges für die Leica M10-D (Typ 9217). Weiterhin ist da der nicht zu unterschätzende Altersunterschied von rund vier Jahren. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 5.251,- Euro trennen. Bei 2.249,- und 7.500,- entspricht dies eine Ersparnis von rund 70 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Fujifilm X-H2 spricht:
- ca. 70 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Fuji)
- Bildstabilisator
- effektiv um 16,0 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- kürzere Verschlusszeit bis 1/180.000 Sek. möglich
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 64
- um 10,0 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- ermöglicht mit 1/250 Sekunde eine um 70 Millisekunden kürzere Blitzsynchronzeit
- eingebautes Bluetooth-Modul
- optionaler Funktionshandgriff erhältlich
- etwas größeres Objektivangebot
- etwas leichteres Kameragehäuse
Die X-H2 ist erhältlich bei:
Für die Leica M10-D (Typ 9217) spricht:
- größerer Bildsensor
- niedrigere Pixeldichte
- längere Verschlusszeit bis 8 Sekunden möglich
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 50.000
- portablerer Body












































