OM System PEN E-P1 vs. Fujifilm X-Pro3
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: OM System PEN E-P1 oder Fujifilm X-Pro3, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2019 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund zehn Jahre ältere OM System-DSLM von 2009. Einer fairen Vergleichskonstellation entspricht dies natürlich nicht mehr. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die PEN E-P1 von OM System hat einen stabilisierten 13.1 Megapixel Live MOS-Sensor mit Micro-Four-Thirds-Standart. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 12.192.768 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die deutlich jüngere Fujifilm X-Pro3 mit einem 26.1 Megapixel X-Trans 4 BSI-CMOS-APS-C-Sensor, ohne Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 25.958.400 Pixel.
Miteinander verglichen wird also eine Micro-Four-Thirds-, mit einer APS-C-Systemkamera. Die X-Pro3 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3.8 µm. Dem steht die E-P1 mit 4.3 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht. Schon gar nicht bei zwei Kameramodellen verschiedener Hersteller, zwischen deren Release bereits gut zehn Jahre liegen.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Sensor | MFT Abmessungen: 17.3 x 13 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm |
| Crop-Faktor | 2,1-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 13,1 Megapixel | 26,1 Megapixel |
| Pixelpitch | 4.3 µm | 3.8 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Olympus E-P1 mit einer Auflösung von maximal 4.032 x 3.024 und die Fuji X-Pro3 mit 6.240 x 4.160 Pixel aufnehmen. Letztere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Verschluss. Die PEN E-P1 erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 bis 1.800 und die X-Pro3 von 1/40.000 bis 30 Sekunden.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit liegt die Fuji mit ISO 80 bis 51.200, gegenüber der Olympus mit ISO 100 bis 6.400, in beiden Richtungen vorn.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere OM System PEN E-P1, mit lediglich 2.8 statt 11 Bildern pro Sekunde, deutlich das Nachsehen.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 4.032 x 3.024 Pixel effektive 12,2 Megapixel | 6.240 x 4.160 Pixel effektive 26,0 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/40.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 1800 Sekunden | 30 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 160 erweiterbar auf ISO 80 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 6.400 | ISO 12.800 erweiterbar auf ISO 51.200 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 2,8 Bilder/Sek. | 20,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz hat keine der Vergleichskameras. Über deren Blitzschuh kann dafür aber ein Systemblitz genutzt werden.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/250 Sekunde |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung und manueller Fokus. Die Fujifilm X-Pro3 hat außerdem auch Eye-AF, Verfolgung, sowie Touchfokus mit an Board.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | |
| Arbeitsbereich | ab LW -6 | |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| manueller Fokus | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der E-P1 findet sich ein 3 Zoll großer nicht berührungsempfindlicher Bildschirm, mit 230.000 Bildpunkten. Er ist jedoch fest und damit weder neig-, noch schwenkbar. Die X-Pro3 hat ein ebenso 3 Zoll großes Touchdisplay, mit gleicher Auflösung. Es ist zwar klapp-, aber ebenso wenig schwenkbar.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 230.000 Pixel | 1.62 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | |
| Wasserwage |
Im Gegensatz zum Monitor, hat die Olympus PEN E-P1 keinen Sucher verbaut. Ein solcher wird seitens Olympus nur optional als optischer Aufstecksucher angeboten. Dafür aber ist die Fuji X-Pro3 mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein Hybridsucher mit 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit guten 3.69 Mio. Pixel auf.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Sucher | Hybridsucher | |
| Sucherauflösung | 3.69 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.66-fach | |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der E-P1 erfolgt die Stromversorgung über einen OM System BLS-1 mit einer Kapazität von 1.150 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 300 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart. Ein Netzteil kann an der DSLM angeschlossen werden.
Die X-Pro3 setzt dagegen auf einen Spezialakku vom Typ Fujifilm NP-W126S (7,2 Volt; 1.260 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 370 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 70 Bilder mehr, als beim deutlich älteren Vergleichsmodell von Fujifilm. Die Anschlussmöglichkeit eines USB-Netzteils bietet sich ebenso.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Typ | OM System BLS-1 1.150 mAh | Fujifilm NP-W126S 7,2 Volt; 1.260 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 300 Fotos gem. CIPA-Standart | 370 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Gespeichert wird auf Speicherkarten vom Typ SD und SDHC, wogegen die die Fujifilm-DSLM außerdem auch SDXC unterstützt. Der OM System-DSLM steht dazu ein Kartenlaufwerk bereit. Ihr Vergleichspartner hat dafür gleich zwei Slots. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC | SD, SDHC, SDXC |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-II, V30 | |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 2 Slots |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 2.0 | 3.1 |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die E-P1 mit MFT- und X-Pro3 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 163 MFT-Mount-Objektive. Für das X-Bajonett sind es dagegen nur 82 Linsen und somit weniger. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die MFT-Digitalkamera einen Crop-Faktor von 2,1x hat, wogegen er beim APS-C-Modell bei 1,5x liegt.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Bajonett | MFT-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 163 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die X-Pro3. Sie misst 14,1 x 8,3 x 4,6 cm und wiegt ohne Akku 447 g. Kompakter fällt die 12,0 x 7,0 x 3,5 cm große PEN E-P1 aus. Mit 335 g (ohne Akku) ist sie ebenso leichter.
| Olympus E-P1 | Fuji X-Pro3 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 120 x 70 x 35 mm | 141 x 83 x 46 mm |
| Gewicht | 335 g ohne Akku | 447 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 34 hat die Fujifilm X-Pro3 im direkten Systemkamera-Vergleich die Nase vorn. Dennoch spricht mit 23.5 Punkten auch einiges für die OM System PEN E-P1. Weiterhin ist da der immense Altersunterschied von rund zehn Jahren. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 1.100,- Euro trennen. Bei 1.899,- und 799,- entspricht dies einen Mehrpreis von rund 58 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Fujifilm X-Pro3 spricht:
- größerer Bildsensor
- effektiv um 13,8 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- kürzere Verschlusszeit bis 1/40.000 Sek. möglich
- Langzeitbelichtung mittels Bulb-Funktion
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 80
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 51.200
- um 17,2 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- höher auflösenderer Monitor mit 1.39 Mio. Pixel mehr
- berührungsempfindlicher Bildschirm
- neigbares Display
- hat einen eingebauten Sucher
- gut 70 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- eingebautes Bluetooth-Modul
- mit WLAN-Funkmodul ausgestattet
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
Die X-Pro3 ist erhältlich bei:
Für die OM System PEN E-P1 spricht:
- ca. 58 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Olympus)
- niedrigere Pixeldichte
- Bildstabilisator
- längere Verschlusszeit bis 1.800 Sekunden möglich
- deutlich größeres Objektivangebot
- portablerer Body
- leichteres Kameragehäuse











































