Canon EOS M6 Mark II vs. EOS R6 Mark III
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Canon EOS M6 Mark II oder EOS R6 Mark III, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2025 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund sechs Jahre ältere Canon-DSLM von 2019. Einer fairen Vergleichskonstellation entspricht dies natürlich nicht mehr. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die EOS M6 Mark II von Canon hat einen nicht-stabilisierten 34.4 Megapixel CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 32.294.400 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die deutlich jüngere Canon EOS R6 Mark III mit einem 34.2 Megapixel CMOS-Vollformat-Sensor, mitsamt 5-Achsen Bildstabilisator. Auch er bringt es auf effektive 32.294.400 Pixel.
Miteinander verglichen wird also eine APS-C-, mit einer Vollformat-Systemkamera. Die M6 Mark II löst etwas höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3.2 µm. Dem steht die R6 Mark III mit 5.2 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal sehr viel besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht. Schon gar nicht bei zwei Kameramodellen vom selben Hersteller, zwischen deren Release bereits gut sechs Jahre liegen.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 22.3 x 14.9 mm | Kleinbild Abmessungen: 35.9 x 23.9 mm |
| Crop-Faktor | 1,6-fach | 1,0-fach |
| Auflösung | 34,4 Megapixel | 34,2 Megapixel |
| Pixelpitch | 3.2 µm | 5.2 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder lassen sich bei beiden Vergleichspartnern mit maximal 6.960 x 4.640 Pixel aufnehmen. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format, die EOS R6 Mark III unterstützt außerdem auch HEIF. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Schlitzverschluss. Verschlusszeiten sind von 1/16.000 bis 30 Sekunden möglich. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit liegt die R6 Mark III mit ISO 50 bis 102.400, gegenüber der M6 Mark II mit ISO 100 bis 51.200, in beiden Richtungen vorn.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die neuere Canon EOS R6 Mark III, mit lediglich 12 statt 14 Bildern pro Sekunde, etwas das Nachsehen.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 6.960 x 4.640 Pixel effektive 32,3 Megapixel | 6.960 x 4.640 Pixel effektive 32,3 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| HEIF-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | Schlitzverschluss |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/16.000 Sek. | 1/16.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 30 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 100 erweiterbar auf ISO 50 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 51.200 | ISO 64.000 erweiterbar auf ISO 102.400 |
| Serienbilder (mechanisch) | 14,0 Bilder/Sek. | 12,0 Bilder/Sek. |
| Serienbilder (elektronisch) | 30,0 Bilder/Sek. | 40,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz mit Leitzahl 4.6 (bei ISO 100) hat nur die M6 Mark II. Über deren Blitzschuh kann ein Systemblitz genutzt werden. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/200 bzw. 1/250 Sekunde.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzleitzahl | LZ 4.6 bei ISO 100 | |
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/200 Sekunde | 1/250 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen möglich. Als 6K-Systemkamera macht jedoch die EOS R6 Mark III das Rennen. Im Vergleich dazu bietet die EOS M6 Mark II 4K, also nur gut ein Dreitel der Videoauflösung von 6K. Ungeachtet der Auflösung liegt ihre Framerate bei Vollbilder pro Sekunde.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | 4K 3.840 x 2.160 Pixel | 6K 6.960 x 3.672 Pixel |
| Framerate | 30 fps | 30 fps |
| Bitrate | 2.600 Mbit/s | |
| Aufnahmezeitlimit | 1.799 Sekunden | 21.600 Sekunden |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung, Eye-AF, Verfolgung, Touchfokus und manueller Fokus.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | Phasenvergleich |
| Arbeitsbereich | LW -5 bis 18 | LW -6.5 bis 21 |
| AF-Hilfslicht | LED | LED |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus | ||
| manueller Fokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der M6 Mark II findet sich ein 3 Zoll großer Touchscreen, mit 1.04 Mio. Bildpunkten. Er ist zwar neig-, aber nicht schwenkbar. Die R6 Mark III hat ein ebenso 3 Zoll großes Touchdisplay, mit gleicher Auflösung. Es ist klapp-, wie auch schwenkbar.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 1.04 Mio. Pixel | 1.6 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | auch über HDMI |
| Wasserwage |
Im Gegensatz zum Monitor, hat die Canon EOS M6 Mark II keinen Sucher verbaut. Ein solcher wird seitens Canon nur optional als elektronischer Aufstecksucher angeboten. Dafür aber ist die EOS R6 Mark III mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit guten 3.69 Mio. Pixel auf.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | |
| Sucherauflösung | 3.69 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.76-fach | |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien |
Akku & Speicher
Bei der M6 Mark II erfolgt die Stromversorgung über einen Canon LP-E17 mit 7,2 Volt und einer Kapazität von 1.040 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 305 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart.
Die R6 Mark III setzt dagegen auf einen Spezialakku vom Typ Canon LP-E6P (7,2 Volt; 2.130 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 620 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 315 Bilder mehr, als beim deutlich älteren Vergleichsmodell. Ein USB-Netzteil lässt sich an der DSLM anschließen.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Typ | Canon LP-E17 7,2 Volt; 1.040 mAh | Canon LP-E6P 7,2 Volt; 2.130 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 305 Fotos gem. CIPA-Standart | 620 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Gespeichert wird auf Speicherkarten vom Typ SD, SDHC und SDXC, wogegen die die EOS R6 Mark III außerdem auch CFexpress Typ B unterstützt. Der EOS M6 Mark II steht dazu ein Kartenlaufwerk bereit. Ihr Vergleichspartner hat dafür gleich zwei Slots. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC, CFexpress Typ B |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-II | UHS-II |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 2 Slots |
| interner Speicher |
Konnektivität
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 2.0 USB C | 3.2 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die M6 Mark II mit Canon EF-M- und R6 Mark III mit Canon RF-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 43 EF-M-Mount-Objektive. Für das RF-Bajonett sind es dagegen nur 30 Linsen und somit weniger. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die APS-C-Digitalkamera einen Crop-Faktor von 1,6x hat, wogegen er beim Vollformat-Modell bei 1,0x liegt.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Bajonett | Canon EF-M-Mount | Canon RF-Mount |
| Objektivangebot | 43 Objektive | 30 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die EOS R6 Mark III. Sie misst 13,8 x 9,8 x 8,8 cm und wiegt ohne Akku 609 g. Kompakter fällt die 12,0 x 7,0 x 4,9 cm große EOS M6 Mark II aus. Mit 360 g (ohne Akku) ist sie ebenso deutlich leichter.
| EOS M6 Mark II | EOS R6 Mark III | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 120 x 70 x 49 mm | 138 x 98 x 88 mm |
| Gewicht | 360 g ohne Akku | 609 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 46.5 hat die Canon EOS R6 Mark III im direkten Systemkamera-Vergleich die Nase vorn. Dennoch spricht mit 32.5 Punkten auch einiges für die EOS M6 Mark II. Weiterhin ist da der immense Altersunterschied von rund sechs Jahren. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 1.970,- Euro trennen. Bei 2.899,- und 929,- entspricht dies einen Mehrpreis von rund 68 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Canon EOS R6 Mark III spricht:
- größerer Bildsensor
- niedrigere Pixeldichte
- Bildstabilisator
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 50
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 102.400
- um 10,0 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit bei elektronischem Verschluss
- ermöglicht mit 1/250 Sekunde eine um 50 Millisekunden kürzere Blitzsynchronzeit
- höhere Videoauflösung
- höheres Aufnahmezeitlimit für Videos
- Kopfhöreranschluss vorhanden
- 1.5 EV-Stufen lichtempfindlicherer Autofokus
- höher auflösenderer Monitor mit 560.000 Pixel mehr
- schwenkbarer Screen
- hat einen eingebauten Sucher
- gut 315 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
Die EOS R6 Mark III ist erhältlich bei:
Für die Canon EOS M6 Mark II spricht:
- ca. 68 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Canon)
- um 2,0 Bilder/Sek. höhere Serienbildgeschwindigkeit mit mechanischem Verschluss
- hat ein eingebautes Blitzgerät
- etwas größeres Objektivangebot
- portablerer Body
- viel leichteres Kameragehäuse















































