Canon EOS M3 vs. Fujifilm X-H2
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Canon EOS M3 oder Fujifilm X-H2, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2022 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund sieben Jahre ältere Canon-DSLM von 2015. Einer fairen Vergleichskonstellation entspricht dies natürlich nicht mehr. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die EOS M3 von Canon hat einen nicht-stabilisierten 24 Megapixel CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 24.000.000 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die deutlich jüngere Fujifilm X-H2 mit einem 40.2 Megapixel X-Trans 5 HR BSI-CMOS-APS-C-Sensor, mitsamt 5-Achsen Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 39.814.656 Pixel.
Miteinander verglichen werden also zwei APS-C Systemkameras, mit geringfügig unterschiedlicher Sensorgröße (zu Gunsten der Fuji). Die X-H2 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3 µm. Dem steht die M3 mit 3.7 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht. Schon gar nicht bei zwei Kameramodellen verschiedener Hersteller, zwischen deren Release bereits gut sieben Jahre liegen.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 22.3 x 14.9 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm |
| Crop-Faktor | 1,6-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 24,0 Megapixel | 40,2 Megapixel |
| Pixelpitch | 3.7 µm | 3 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Canon M3 mit einer Auflösung von maximal 6.000 x 4.000 und die Fuji X-H2 mit 7.728 x 5.152 Pixel aufnehmen. Letztere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format, die Fujifilm unterstützt außerdem auch HEIF. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Schlitzverschluss. Die EOS M3 erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 bis 30 und die X-H2 von 1/180.000 bis 4 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit kann die Fuji mit ISO 64 bis 12.800 nach unten und die Canon mit ISO 100 bis 25.600 dafür aber nach oben hin überzeugen.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Canon EOS M3, mit lediglich 4.3 statt 15 Bildern pro Sekunde, deutlich das Nachsehen.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 6.000 x 4.000 Pixel effektive 24,0 Megapixel | 7.728 x 5.152 Pixel effektive 39,8 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| HEIF-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | Schlitzverschluss |
| Verschluss-Haltbarkeit | ca. 500.000 Auslösungen | |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/180.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 4 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 125 erweiterbar auf ISO 64 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 25.600 | ISO 12.800 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 4,3 Bilder/Sek. | 15,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz mit Leitzahl 5 (bei ISO 100) hat nur die Canon-Systemkamera. Über deren Blitzschuh kann ein Systemblitz genutzt werden. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/200 bzw. 1/250 Sekunde.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzleitzahl | LZ 5 bei ISO 100 | |
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/200 Sekunde | 1/250 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen möglich. Als 8K-Systemkamera macht jedoch die X-H2 das Rennen. Im Vergleich dazu bietet die EOS M3 Full HD, also nur gut ein 16tel der Videoauflösung von UHD-2. Ungeachtet der Auflösung liegt ihre Framerate bei Vollbilder pro Sekunde.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | Full HD 1.920 x 1.080 Pixel | 8K 7.680 x 4.320 Pixel |
| Framerate | 30 fps | 30 fps |
| Bitrate | 720 Mbit/s | |
| Aufnahmezeitlimit | 1.799 Sekunden | |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung und manueller Fokus. Die Fujifilm X-H2 hat außerdem auch Eye-AF, Verfolgung, sowie Touchfokus mit an Board.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | |
| Arbeitsbereich | ab LW -7 | |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| manueller Fokus | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der M3 findet sich ein 3 Zoll großer Touchscreen, mit 1.04 Mio. Bildpunkten. Er ist zwar neig-, aber nicht schwenkbar. Die X-H2 hat ein ebenso 3 Zoll großes Touchdisplay, mit gleicher Auflösung. Es ist klapp-, wie auch schwenkbar.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 1.04 Mio. Pixel | 1.62 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | auch über HDMI |
| Wasserwage |
Im Gegensatz zum Monitor, hat die Canon EOS M3 keinen Sucher verbaut. Ein solcher wird seitens Canon nur optional als elektronischer Aufstecksucher angeboten. Dafür aber ist die Fuji X-H2 mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit sehr guten 5.76 Mio. Pixel auf.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | |
| Sucherauflösung | 5.76 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.8-fach | |
| Dioptrienausgleich | -5 bis 3 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der M3 erfolgt die Stromversorgung über einen herstellerspezifischen Akku mit einer Kapazität von 1.040 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 250 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart. Ein Netzteil kann an der DSLM angeschlossen werden.
Die X-H2 setzt auf einen Spezialakku vom Typ Fujifilm NP-W235 (7,2 Volt; 2.200 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 540 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 290 Bilder mehr, als beim deutlich älteren Vergleichsmodell von Fujifilm. Die Anschlussmöglichkeit eines USB-Netzteils bietet sich ebenso.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Typ | herstellerspezifisch 1.040 mAh | Fujifilm NP-W235 7,2 Volt; 2.200 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 250 Fotos gem. CIPA-Standart | 540 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Gespeichert wird auf Speicherkarten vom Typ SD, SDHC und SDXC, wogegen die die Fujifilm-DSLM außerdem auch CFexpress Typ B unterstützt. Der Canon-DSLM steht dazu ein Kartenlaufwerk bereit. Ihr Vergleichspartner hat dafür gleich zwei Slots. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC, CFexpress Typ B |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-II, V90 | |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 2 Slots |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 2.0 Micro-USB | 3.2 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die M3 mit Canon EF-M- und X-H2 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 82 X-Mount-Objektive. Für das EF-M-Bajonett sind es dagegen nur 43 Linsen und somit weniger. Obwohl es sich um zwei APS-C-DSLMs handelt, hat die Canon einen Crop-Faktor von 1,6x, wogegen dieser beim Modell von Fujifilm bei 1,5x liegt.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Canon EF-M-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 43 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die X-H2. Sie misst 13,6 x 9,3 x 8,5 cm und wiegt ohne Akku 579 g. Kompakter fällt die 11,1 x 6,8 x 4,4 cm große EOS M3 aus. Mit 361 g (inkl. Akku) ist sie ebenso deutlich leichter.
| Canon M3 | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 111 x 68 x 44 mm | 136 x 93 x 85 mm |
| Gewicht | 361 g mit Akku | 579 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 42 hat die Fujifilm X-H2 im direkten Systemkamera-Vergleich ganz klar die Nase vorn. Dennoch spricht mit 26.5 Punkten auch einiges für die Canon EOS M3. Weiterhin ist da der immense Altersunterschied von rund sieben Jahren. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 1.500,- Euro trennen. Bei 2.249,- und 749,- entspricht dies einen Mehrpreis von rund 67 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Fujifilm X-H2 spricht:
- Bildstabilisator
- effektiv um 15,8 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- kürzere Verschlusszeit bis 1/180.000 Sek. möglich
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 64
- um 10,7 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- ist mit einer Blitzsynchronbuchse ausgestattet
- ermöglicht mit 1/250 Sekunde eine um 50 Millisekunden kürzere Blitzsynchronzeit
- höhere Videoauflösung
- Kopfhöreranschluss vorhanden
- hat einen Mikrofonanschluss
- höher auflösenderer Monitor mit 580.000 Pixel mehr
- schwenkbarer Screen
- hat einen eingebauten Sucher
- gut 290 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- eingebautes Bluetooth-Modul
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
- optionaler Funktionshandgriff erhältlich
- größeres Objektivangebot
Die X-H2 ist erhältlich bei:
Für die Canon EOS M3 spricht:
- ca. 67 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Canon)
- niedrigere Pixeldichte
- längere Verschlusszeit bis 30 Sekunden möglich
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 25.600
- hat ein eingebautes Blitzgerät
- bietet NFC-Unterstützung
- portablerer Body
- viel leichteres Kameragehäuse









































