Sigma sd Quattro vs. Fujifilm X-E3
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Sigma sd Quattro oder Fujifilm X-E3, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2017 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund 14 Monate ältere Sigma-DSLM von 2016. Der Altersunterschied hält sich für eine interessante Vergleichskonstellation also in Grenzen. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die sd Quattro von Sigma hat einen nicht-stabilisierten 39.3 Megapixel Foveon X3 CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 39.321.600 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die etwas jüngere Fujifilm X-E3 mit einem 24 Megapixel X-Trans 3 CMOS-APS-C-Sensor, ohne Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 24.000.000 Pixel.
Miteinander verglichen werden also zwei APS-C Systemkameras. Die Quattro löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3.1 µm. Dem steht die X-E3 mit 3.9 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.5 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm |
| Crop-Faktor | 1,5-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 39,3 Megapixel | 24,0 Megapixel |
| Pixelpitch | 3.1 µm | 3.9 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Sigma Quattro mit einer Auflösung von maximal 7.680 x 5.120 und die Fuji X-E3 mit 6.000 x 4.000 Pixel aufnehmen. Erstere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format. Die sd Quattro hat einen mechanischen Verschluss und die X-E3 einen elektronischen, sowie mechanischen Schlitzverschluss. Erstere erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 und das Gegenstück des Vergleich von 1/32.000 bis 30 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit kann die Sigma mit ISO 100 bis 6.400 nach unten und die Fuji mit ISO 200 bis 51.200 dafür aber nach oben hin überzeugen.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Sigma sd Quattro, mit lediglich 3.6 statt 8 Bildern pro Sekunde, das Nachsehen.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 7.680 x 5.120 Pixel effektive 39,3 Megapixel | 6.000 x 4.000 Pixel effektive 24,0 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/32.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 30 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 200 erweiterbar auf ISO 1.000 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 6.400 | ISO 12.800 erweiterbar auf ISO 51.200 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 3,6 Bilder/Sek. | 14,0 Bilder/Sek. |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung und manueller Fokus.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| manueller Fokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der Quattro findet sich ein 3 Zoll großer nicht berührungsempfindlicher Bildschirm, mit 1.62 Mio. Bildpunkten. Er ist jedoch fest und damit weder neig-, noch schwenkbar. Die X-E3 hat ein ebenso 3 Zoll großes Touchdisplay, mit gleicher Auflösung. Es ist nicht beweglich.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 1.62 Mio. Pixel | 1.04 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | |
| Wasserwage |
Neben ihrem Monitor, hat die Sigma sd Quattro zusätzlich auch einen elektronischen Sucher mit 1.09-facher Vergrößerung. Dieser löst mit rund 2.36 Mio. Bildpunkten auf. Auch die Fuji X-E3 ist mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 1.09-facher Vergrößerung, bei 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit rund 2.36 Mio. Pixel und damit gleichhoch auf.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | elektronischer Sucher |
| Sucherauflösung | 2.36 Mio. Pixel | 2.36 Mio. Pixel |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 1.09-fach | 0.62-fach |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien |


Speicher
Beide Systemkameras unterstützen Speicherkarten vom Typ SD, SDHC, und SDXC. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 1 Slot |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 3.0 Micro-USB | 2.0 Micro-USB |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die Quattro mit Sigma SA- und X-E3 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 90 SA-Mount-Objektive. Für das X-Bajonett sind es dagegen immerhin 82 Linsen und somit etwas weniger. Da es sich um zwei APS-C-DSLMS handelt ist auch der Crop-Faktor mit 1,5x bei beiden gleichbleibend.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Sigma SA-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 90 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die sd Quattro. Sie misst 14,7 x 9,5 x 9,1 cm und wiegt ohne Akku 625 g. Kompakter fällt die 12,1 x 7,4 x 4,3 cm große X-E3 aus. Mit 287 g (ohne Akku) ist sie ebenso deutlich leichter.
| Sigma Quattro | Fuji X-E3 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 147 x 95 x 91 mm | 121 x 74 x 43 mm |
| Gewicht | 625 g ohne Akku | 287 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 29.5 hat die Fujifilm X-E3 im direkten Systemkamera-Vergleich die Nase vorn. Dennoch spricht mit 21.5 Punkten auch einiges für die Sigma sd Quattro.
Für die Fujifilm X-E3 spricht:
- niedrigere Pixeldichte
- kürzere Verschlusszeit bis 1/32.000 Sek. möglich
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 51.200
- um 10,4 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- berührungsempfindlicher Bildschirm
- eingebautes Bluetooth-Modul
- mit WLAN-Funkmodul ausgestattet
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
- portablerer Body
- viel leichteres Kameragehäuse
Die X-E3 ist erhältlich bei:
Für die Sigma sd Quattro spricht:
- effektiv um 15,3 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 100
- höher auflösenderer Monitor mit 580.000 Pixel mehr
- optionaler Funktionshandgriff erhältlich
- etwas größeres Objektivangebot









































