Leica SL (Typ 601) vs. Fujifilm X-H2
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Leica SL (Typ 601) oder Fujifilm X-H2, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2022 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund sieben Jahre ältere Leica-DSLM von 2015. Einer fairen Vergleichskonstellation entspricht dies natürlich nicht mehr. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die SL (Typ 601) von Leica hat einen nicht-stabilisierten 24 Megapixel CMOS-Sensor im Kleinbildformat. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 24.000.000 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die deutlich jüngere Fujifilm X-H2 mit einem 40.2 Megapixel X-Trans 5 HR BSI-CMOS-APS-C-Sensor, mitsamt 5-Achsen Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 39.814.656 Pixel.
Miteinander verglichen wird also eine Vollformat-, mit einer APS-C-Systemkamera. Die X-H2 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3 µm. Dem steht die SL (Typ 601) mit 6 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal sehr viel besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht. Schon gar nicht bei zwei Kameramodellen verschiedener Hersteller, zwischen deren Release bereits gut sieben Jahre liegen.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Sensor | Kleinbild Abmessungen: 36 x 24 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm |
| Crop-Faktor | 1,0-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 24,0 Megapixel | 40,2 Megapixel |
| Pixelpitch | 6 µm | 3 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Leica SL mit einer Auflösung von maximal 6.000 x 4.000 und die Fuji X-H2 mit 7.728 x 5.152 Pixel aufnehmen. Letztere hat damit deutlich mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format, die Fujifilm unterstützt außerdem auch HEIF. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Schlitzverschluss. Die SL (Typ 601) erlaubt Verschlusszeiten von 1/8.000 bis 60 und die X-H2 von 1/180.000 bis 4 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit liegt die Leica mit ISO 50 bis 50.000, gegenüber der Fuji mit ISO 64 bis 12.800, in beiden Richtungen vorn.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Typ 601, mit lediglich 11 statt 15 Bildern pro Sekunde, das Nachsehen.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 6.000 x 4.000 Pixel effektive 24,0 Megapixel | 7.728 x 5.152 Pixel effektive 39,8 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| HEIF-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | Schlitzverschluss |
| Verschluss-Haltbarkeit | ca. 500.000 Auslösungen | |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/8.000 Sek. | 1/180.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 60 Sekunden | 4 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 50 | ISO 125 erweiterbar auf ISO 64 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 50.000 | ISO 12.800 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 11,0 Bilder/Sek. | 15,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz hat keine der Vergleichskameras. Über deren Blitzschuh kann dafür aber ein Systemblitz genutzt werden. Auch eine Blitzsynchronbuchse ist vorhanden. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/250 Sekunde.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/250 Sekunde | 1/250 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen möglich. Als 8K-Systemkamera macht jedoch die X-H2 das Rennen. Im Vergleich dazu bietet die SL (Typ 601) 4K, also nur gut ein Viertel der Videoauflösung von UHD-2. Erstere kommt auf hochauflösendere 30 Vollbilder pro Sekunde, letztere schafft 24 Vollbilder.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | 4K 4.096 x 2.160 Pixel | 8K 7.680 x 4.320 Pixel |
| Framerate | 24 fps | 30 fps |
| Bitrate | 720 Mbit/s | |
| Aufnahmezeitlimit | 1.740 Sekunden | |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung und manueller Fokus. Die Fujifilm X-H2 hat außerdem auch Eye-AF, Verfolgung, sowie Touchfokus mit an Board.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | |
| Arbeitsbereich | ab LW -7 | |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| manueller Fokus | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der SL (Typ 601) findet sich ein 2.95 Zoll großer Touchscreen, mit 1.04 Mio. Bildpunkten. Er ist jedoch fest und damit weder neig-, noch schwenkbar. Die X-H2 hat ein 3 Zoll großes Touchdisplay, mit einer Auflösung von 1.62 Mio. Punkten. Es ist klapp-, wie auch schwenkbar.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 2.95 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 1.04 Mio. Pixel | 1.62 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | auch über HDMI |
| Wasserwage |
Neben ihrem Monitor, hat die Leica Typ 601 zusätzlich auch einen elektronischen Sucher mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung und 0.8-facher Vergrößerung. Dieser löst mit guten 4.41 Mio. Bildpunkten auf. Auch die Fuji X-H2 ist mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 0.8-facher Vergrößerung, bei 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit sehr guten 5.76 Mio. Pixel und damit vergleichsweise etwas höher auf.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | elektronischer Sucher |
| Sucherauflösung | 4.41 Mio. Pixel | 5.76 Mio. Pixel |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | 100 Prozent |
| Vergrößerung | 0.8-fach | 0.8-fach |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien | -5 bis 3 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der SL erfolgt die Stromversorgung über einen herstellerspezifischen Akku mit einer Kapazität von 1.860 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 400 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart.
Die X-H2 setzt auf einen Spezialakku vom Typ Fujifilm NP-W235 (7,2 Volt; 2.200 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 540 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 140 Bilder mehr, als beim deutlich älteren Vergleichsmodell von Fujifilm. Ein USB-Netzteil lässt sich an der DSLM anschließen.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Typ | herstellerspezifisch 1.860 mAh | Fujifilm NP-W235 7,2 Volt; 2.200 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 400 Fotos gem. CIPA-Standart | 540 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Gespeichert wird auf Speicherkarten vom Typ SD, SDHC und SDXC, wogegen die die Fujifilm-DSLM außerdem auch CFexpress Typ B unterstützt. Dazu stehen jeweils zwei Kartenlaufwerke bereit. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC, CFexpress Typ B |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-I, UHS-II | UHS-II, V90 |
| Karteneinschübe | 2 Slots | 2 Slots |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | internes GPS-Modul | via Smartphone |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 3.0 | 3.2 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die Typ 601 mit Leica L- und X-H2 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 82 X-Mount-Objektive. Für das L-Bajonett sind es dagegen nur 57 Linsen und somit weniger. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die Vollformat-Digitalkamera einen Crop-Faktor von 1,0x hat, wogegen er beim APS-C-Modell bei 1,5x liegt.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Leica L-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 57 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die X-H2. Sie misst 13,6 x 9,3 x 8,5 cm und wiegt ohne Akku 579 g. Kompakter fällt die 14,7 x 10,4 x 3,9 cm große SL (Typ 601) aus. Mit 771 g (ohne Akku) ist sie dafür schwerer.
| Leica SL | Fuji X-H2 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 147 x 104 x 39 mm | 136 x 93 x 85 mm |
| Gewicht | 771 g ohne Akku | 579 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 46 hat die Fujifilm X-H2 im direkten Systemkamera-Vergleich ganz klar die Nase vorn. Dennoch spricht mit 28.5 Punkten auch einiges für die Leica SL (Typ 601). Weiterhin ist da der immense Altersunterschied von rund sieben Jahren. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 4.651,- Euro trennen. Bei 2.249,- und 6.900,- entspricht dies eine Ersparnis von rund 67 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Fujifilm X-H2 spricht:
- ca. 67 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Fuji)
- Bildstabilisator
- effektiv um 15,8 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- kürzere Verschlusszeit bis 1/180.000 Sek. möglich
- um 4,0 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- höhere Videoauflösung
- Kopfhöreranschluss vorhanden
- etwas größerer Bildschirm
- höher auflösenderer Monitor mit 580.000 Pixel mehr
- neigbares Display
- schwenkbarer Screen
- EVF mit um 1.35 Mio. Pixel höherer Auflösung
- gut 140 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- eingebautes Bluetooth-Modul
- größeres Objektivangebot
- leichteres Kameragehäuse
Die X-H2 ist erhältlich bei:
Für die Leica SL (Typ 601) spricht:
- größerer Bildsensor
- niedrigere Pixeldichte
- längere Verschlusszeit bis 60 Sekunden möglich
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 50
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 50.000
- portablerer Body













































