Sony Alpha 6600 vs. OM System OM-D E-M1 Mark III
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Sony Alpha 6600 oder OM System OM-D E-M1 Mark III, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2020 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund vier Monate ältere Sony-DSLM von 2019. Der Altersunterschied hält sich für eine interessante Vergleichskonstellation also in Grenzen. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


- Sony Alpha 6600 kaufen bei:
- OM System OM-D E-M1 Mark III kaufen bei:
Sensor
Die Alpha 6600 von Sony hat einen über fünf Achsen stabilisierten 25 Megapixel EXMOR CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 24.000.000 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die etwas jüngere OM System OM-D E-M1 Mark III mit einem 21.8 Megapixel Live MOS-MFT-Sensor, mitsamt 5-Achsen Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 20.155.392 Pixel.
Miteinander verglichen wird also eine APS-C-, mit einer Micro-Four-Thirds-Systemkamera. Die 6600 löst deutlich höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3.9 µm. Dem steht die E-M1 Mark III mit 3.3 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal schlechter klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.6 mm | MFT Abmessungen: 17.3 x 13 mm |
| Crop-Faktor | 1,5-fach | 2,1-fach |
| Auflösung | 25,0 Megapixel | 21,8 Megapixel |
| Pixelpitch | 3.9 µm | 3.3 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Sony 6600 mit einer Auflösung von maximal 6.000 x 4.000 und die Olympus E-M1 Mark III mit 5.184 x 3.888 Pixel aufnehmen. Erstere hat damit mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format. Beide haben einen elektronischen, wie auch mechanischen Schlitzverschluss. Die Alpha 6600 erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 bis 30 und die OM-D E-M1 Mark III von 1/32.000 bis 60 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit liegt die Sony mit ISO 50 bis 102.400, gegenüber der Olympus mit ISO 64 bis 25.600, in beiden Richtungen vorn.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Sony Alpha 6600, mit lediglich 11 statt 15 Bildern pro Sekunde, das Nachsehen.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 6.000 x 4.000 Pixel effektive 24,0 Megapixel | 5.184 x 3.888 Pixel effektive 20,2 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | Schlitzverschluss |
| Verschluss-Haltbarkeit | ca. 200.000 Auslösungen | |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/32.000 Sek. mechanisch: 1/8.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 60 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 erweiterbar auf ISO 50 | ISO 200 erweiterbar auf ISO 64 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 32.000 erweiterbar auf ISO 102.400 | ISO 6.400 erweiterbar auf ISO 25.600 |
| Serienbilder (mechanisch) | 11,0 Bilder/Sek. | 15,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz hat keine der Vergleichskameras. Über deren Blitzschuh kann dafür aber ein Systemblitz genutzt werden. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/160 bzw. 1/250 Sekunde.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/160 Sekunde | 1/250 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen in 4K möglich. Mit 30 Vollbilder ist die Alpha 6600, den Vollbilder pro Sekunde der OM-D E-M1 Mark III, jedoch überlegen.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | 4K 3.840 x 2.160 Pixel | 4K 4.096 x 2.160 Pixel |
| Framerate | 30 fps | 24 fps |
| Bitrate | 237 Mbit/s | |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung, Eye-AF, Verfolgung, Touchfokus und manueller Fokus.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast |
| Arbeitsbereich | LW -2 bis 20 | LW -6 bis 20 |
| AF-Hilfslicht | LED | LED |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| Touchfokus | ||
| manueller Fokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der 6600 findet sich ein 3 Zoll großer Touchscreen, mit 921.600 Bildpunkten. Er ist zwar neig-, aber nicht schwenkbar. Die E-M1 Mark III hat ein ebenso 3 Zoll großes Touchdisplay, mit gleicher Auflösung. Es ist klapp-, wie auch schwenkbar.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3 Zoll |
| Auflösung | 921.600 Pixel | 1.04 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | auch über HDMI | auch über HDMI |
| Wasserwage |
Neben ihrem Monitor, hat die Sony Alpha 6600 zusätzlich auch einen elektronischen Sucher mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung und 1.07-facher Vergrößerung. Dieser löst mit rund 2.36 Mio. Bildpunkten auf. Auch die Olympus OM-D E-M1 Mark III ist mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 1.07-facher Vergrößerung, bei 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit rund 2.36 Mio. Pixel und damit vergleichsweise kaum nennenswert höher auf.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | elektronischer Sucher |
| Sucherauflösung | 2.36 Mio. Pixel | 2.36 Mio. Pixel |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | 100 Prozent |
| Vergrößerung | 1.07-fach | 1.48-fach |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 3 Dioptrien | -4 bis 2 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der 6600 erfolgt die Stromversorgung über einen Sony NP-FZ100 mit 7,2 Volt und einer Kapazität von 2.280 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 810 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart.
Die E-M1 Mark III setzt dagegen auf einen Spezialakku vom Typ OM System BLH‑1 (7,4 Volt; 1.720 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 420 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 390 Bilder weniger, als beim etwas älteren Vergleichsmodell von OM System. Ein USB-Netzteil lässt sich an der DSLM anschließen.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Typ | Sony NP-FZ100 7,2 Volt; 2.280 mAh | OM System BLH‑1 7,4 Volt; 1.720 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 810 Fotos gem. CIPA-Standart | 420 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil | USB-Netzteil |
Gespeichert wird auf Speicherkarten vom Typ SD, SDHC und SDXC, wogegen die Sony außerdem auch Memory Stick Pro Duo & Memory Stick Pro-HG Duo unterstützt. Genannter steht dazu ein Kartenlaufwerk bereit. Die OM System hat dafür gleich zwei Slots. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC, Memory Stick Pro Duo, Memory Stick Pro-HG Duo | SD, SDHC, SDXC |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-I | UHS-II |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 2 Slots |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser | ||
| USB-Version | 2.0 Micro-USB | 3.0 USB C |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die 6600 mit Sony E- und E-M1 Mark III mit MFT-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 193 E-Mount-Objektive. Für das MFT-Bajonett sind es dagegen immerhin 163 Linsen und somit etwas weniger. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die APS-C-Digitalkamera einen Crop-Faktor von 1,5x hat, wogegen er beim MFT-Modell bei 2,1x liegt.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Bajonett | Sony E-Mount | MFT-Mount |
| Objektivangebot | 193 Objektive | 163 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die OM-D E-M1 Mark III. Sie misst 13,4 x 9,1 x 6,9 cm und wiegt ohne Akku 504 g. Kompakter fällt die 12,0 x 6,7 x 6,9 cm große Alpha 6600 aus. Mit 305 g (inkl. Akku) ist sie ebenso deutlich leichter.
| Sony 6600 | Olympus E-M1 Mark III | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 120 x 67 x 69 mm | 134 x 91 x 69 mm |
| Gewicht | 305 g mit Akku | 504 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 44 hat die Sony Alpha 6600 im direkten Systemkamera-Vergleich die Nase vorn. Dennoch spricht mit 38 Punkten auch einiges für die OM System OM-D E-M1 Mark III.
Für die Sony Alpha 6600 spricht:
- ca. 11 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Sony)
- größerer Bildsensor
- niedrigere Pixeldichte
- effektiv um 3,8 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- niedrigere Lichtempfindlichkeit ab ISO 50
- höhere Lichtempfindlichkeit bis ISO 102.400
- leicht höhere Bildwiederholrate
- gut 390 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
- größeres Objektivangebot
- portablerer Body
- viel leichteres Kameragehäuse
Die Alpha 6600 ist erhältlich bei:
Für die OM System OM-D E-M1 Mark III spricht:
- kürzere Verschlusszeit bis 1/32.000 Sek. möglich
- längere Verschlusszeit bis 60 Sekunden möglich
- um 4,0 Bilder/Sek. höhere Serienbildgeschwindigkeit mit mechanischem Verschluss
- ist mit einer Blitzsynchronbuchse ausgestattet
- ermöglicht mit 1/250 Sekunde eine um 90 Millisekunden kürzere Blitzsynchronzeit
- minimal höhere Videoauflösung
- 4 EV-Stufen lichtempfindlicherer Autofokus
- höher auflösenderer Monitor
- schwenkbarer Screen
- optionaler Funktionshandgriff erhältlich


















































