Canon EOS M200 vs. Fujifilm X-T200
Zwei spiegellose Systemkameras im Vergleich: Canon EOS M200 oder Fujifilm X-T200, welche ist besser? Wir gehen Schritt für Schritt alle Gemeinsamkeiten, wie auch Unterschiede durch und werfen hier und da sogar einen Blick über den Tellerrand hinaus. Letztere stammt aus 2020 und ist die neuere beider Kameras. Dem gegenüber steht die rund vier Monate ältere Canon-DSLM von 2019. Der Altersunterschied hält sich für eine interessante Vergleichskonstellation also in Grenzen. Hier gelangst du direkt zum Fazit, mitsamt Gesamtpunktzahl dieses DSLM-Vergleichs.


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Sensor
Die EOS M200 von Canon hat einen nicht-stabilisierten 25.8 Megapixel CMOS-Sensor im APS-C-Format. Effektiv bringt es dieser bei höchster Bildauflösung auf 24.000.000 Pixel. Im direkten Vergleich dazu steht die etwas jüngere Fujifilm X-T200 mit einem 24.2 Megapixel CMOS-APS-C-Sensor, ohne Bildstabilisator. Er bringt es auf effektive 21.312.000 Pixel.
Miteinander verglichen werden also zwei APS-C Systemkameras, mit geringfügig unterschiedlicher Sensorgröße (zu Gunsten der Fuji). Die M200 löst etwas höher auf. Sie hat eine Pixeldichte von 3.7 µm. Dem steht die X-T200 mit 4.4 µm gegenüber, was so auf dem Papier zunächst einmal besser klingen mag. Pauschalisieren lässt das Rauschverhalten, anhand des Pixelabstandes allein jedoch nicht.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Sensor | APS-C Abmessungen: 22.3 x 14.9 mm | APS-C Abmessungen: 23.5 x 15.7 mm |
| Crop-Faktor | 1,6-fach | 1,5-fach |
| Auflösung | 25,8 Megapixel | 24,2 Megapixel |
| Pixelpitch | 3.7 µm | 4.4 µm |
| Bildstabilisator |
Foto & Video
Bilder kann die Canon M200 mit einer Auflösung von maximal 6.000 x 4.000 und die Fuji X-T200 mit 5.328 x 4.000 Pixel aufnehmen. Erstere hat damit mehr Reserven für den Druck oder einen nachträglichen Zuschnitt. Gespeichert wird wahlweise im JPEG- oder RAW-Format. Die EOS M200 hat einen mechanischen und die X-T200 einen elektronischen, sowie mechanischen Schlitzverschluss. Erstere erlaubt Verschlusszeiten von 1/4.000 und das Gegenstück des Vergleich von 1/32.000 bis 30 Sekunden. Langzeitbelichtungen mittels Bulb-Funktion werden ebenfalls unterstützt.
Bei ihrer Lichtempfindlichkeit nehmen sich die DSLMs mit ISO 100 bis 51.200 – ungeachtetet ihres Rauschverhaltens – in beiden Richtungen nichts.
In puncto Serienbildgeschwindigkeit hat die ältere Canon EOS M200, mit lediglich 6.1 statt 8 Bildern pro Sekunde, etwas das Nachsehen.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Bildauflösung | 6.000 x 4.000 Pixel effektive 24,0 Megapixel | 5.328 x 4.000 Pixel effektive 21,3 Megapixel |
| JPEG-Format | ||
| RAW-Format | ||
| Verschlussart | Schlitzverschluss | Schlitzverschluss |
| mechanischer Verschluss | ||
| elektronischer Verschluss | ||
| min. Verschlusszeit | 1/4.000 Sek. | 1/32.000 Sek. mechanisch: 1/4.000 Sek. |
| max. Verschlusszeit | 30 Sekunden | 30 Sekunden |
| Bulb-Funktion | ||
| min. Lichtempfindlichkeit | ISO 100 | ISO 200 erweiterbar auf ISO 100 |
| max. Lichtempfindlichkeit | ISO 25.600 erweiterbar auf ISO 51.200 | ISO 12.800 erweiterbar auf ISO 51.200 |
| Serienbildgeschwindigkeit | 6,1 Bilder/Sek. | 8,0 Bilder/Sek. |
Einen integrierten Blitz Einen integrierten Blitz mit Leitzahl 5 (bei ISO 100) haben beide Vergleichs-DSLMs. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/200 bzw. 1/180 Sekunde.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| interner Blitz | ||
| Blitzleitzahl | LZ 5 bei ISO 100 | LZ 5 bei ISO 100 |
| Blitzschuh | ||
| Blitzsynchronbuchse | ||
| Blitzsynchronzeit | 1/200 Sekunde | 1/180 Sekunde |
Videoaufnahmen sind mit beiden Modellen in 4K möglich. Mit 30 Vollbilder ist die X-T200, den Vollbilder pro Sekunde der EOS M200, jedoch überlegen.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Videoauflösung | 4K 3.840 x 2.160 Pixel | 4K 3.840 x 2.160 Pixel |
| Framerate | 25 fps | 30 fps |
| Aufnahmezeitlimit | 1.799 Sekunden | 15 Sekunden |
| Kopfhöreranschluss | ||
| Mikrofonanschluss |
Fokus
Beide DSLMs unterstützten die Fokus-Modi: Autofokus, Gesichtserkennung, Eye-AF, Verfolgung und manueller Fokus. Die Fujifilm X-T200 hat außerdem auch Touchfokus mit an Board.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| AF-Typ | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast | Hybridfokus Phasenvergleich + Kontrast |
| Arbeitsbereich | LW -4 bis 18 | |
| AF-Hilfslicht | LED | LED |
| Autofokus | ||
| Gesichtserkennung | ||
| Eye-AF | ||
| Verfolgung | ||
| manueller Fokus | ||
| Touchfokus |
Display & Sucher
Auf der Rückseite der M200 findet sich ein 3 Zoll großer Touchscreen, mit 1.04 Mio. Bildpunkten. Er ist zwar neig-, aber nicht schwenkbar. Die X-T200 hat ein 3.5 Zoll großes Touchdisplay, mit einer Auflösung von 2.76 Mio. Punkten. Es ist klapp-, wie auch schwenkbar.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Display | ||
| Bildschirmdiagonale | 3 Zoll | 3.5 Zoll |
| Auflösung | 1.04 Mio. Pixel | 2.76 Mio. Pixel |
| Touchscreen | ||
| neigbar | ||
| schwenkbar | ||
| LiveView | ||
| Wasserwage |
Im Gegensatz zum Monitor, hat die Canon EOS M200 keinen Sucher verbaut. Dafür aber ist die Fuji X-T200 mit einem Sucher ausgestattet. Genaugenommen ein EVF mit 100 prozentiger Sichtfeldabdeckung. Er löst mit rund 2.36 Mio. Pixel auf.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Sucher | elektronischer Sucher | |
| Sucherauflösung | 2.36 Mio. Pixel | |
| Bildabdeckung | 100 Prozent | |
| Vergrößerung | 0.62-fach | |
| Dioptrienausgleich | -4 bis 2 Dioptrien |


Akku & Speicher
Bei der M200 erfolgt die Stromversorgung über einen Canon LP-E12 mit 7,2 Volt und einer Kapazität von 875 mAh. Eine volle Akkuladung ist dabei ausreichend für ca. 315 Aufnahmen, gem. CIPA-Standart.
Die X-T200 setzt dagegen auf einen Spezialakku vom Typ Fujifilm NP-W126S (7,2 Volt; 1.260 mAh). Ebenfalls findet nur ein Akku im Kameragehäuse Platz. Mit einer Akkuladung sind etwa 370 Fotoaufnahmen möglich. Also gut 55 Bilder mehr, als beim etwas älteren Vergleichsmodell von Fujifilm.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Typ | Canon LP-E12 7,2 Volt; 875 mAh | Fujifilm NP-W126S 7,2 Volt; 1.260 mAh |
| Anzahl | 1 Akku | 1 Akku |
| Akkulaufzeit | 315 Fotos gem. CIPA-Standart | 370 Fotos gem. CIPA-Standart |
| Netzteil |
Beide Systemkameras unterstützen Speicherkarten vom Typ SD, SDHC, und SDXC. Dazu steht jeweils ein Kartenlaufwerk bereit. Internen Speicherplatz bietet keines der Kameramodelle.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Typ | SD, SDHC, SDXC | SD, SDHC, SDXC |
| Geschwindigkeitsklasse | UHS-I | UHS-I |
| Karteneinschübe | 1 Slot | 1 Slot |
| interner Speicher |
Konnektivität
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Bluetooth | ||
| WiFi | ||
| Ethernet LAN | ||
| NFC | ||
| GPS | via Smartphone | |
| optionaler Funktionshandgriff | ||
| optionaler Fernauslöser |
Gehäuse
Es werden zwei spiegellose Bodys mit unterschiedlichen Objektivanschluss verglichen. Die M200 mit Canon EF-M- und X-T200 mit Fujifilm X-Anschluss. Dies bedeutet, dass das Objektivangebot unterschiedlich groß ausfällt: Einschließlich Herstellereigener und DSLM-Objektive von Fremdherstellern, umfasst unsere Datenbank 82 X-Mount-Objektive. Für das EF-M-Bajonett sind es dagegen nur 43 Linsen und somit weniger. Obwohl es sich um zwei APS-C-DSLMs handelt, hat die Canon einen Crop-Faktor von 1,6x, wogegen dieser beim Modell von Fujifilm bei 1,5x liegt.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Bajonett | Canon EF-M-Mount | Fujifilm X-Mount |
| Objektivangebot | 43 Objektive | 82 Objektive |
Die größere beider spiegellosen Systemkameras im Vergleich ist die X-T200. Sie misst 12,1 x 8,4 x 5,5 cm und wiegt ohne Akku 321 g. Kompakter fällt die 10,8 x 6,7 x 3,5 cm große EOS M200 aus. Mit 299 g (ohne Akku) ist sie ebenso etwas leichter.
| Canon M200 | Fuji X-T200 | |
|---|---|---|
| Abmessungen | 108 x 67 x 35 mm | 121 x 84 x 55 mm |
| Gewicht | 299 g ohne Akku | 321 g ohne Akku |

Fazit
Mit einer Gesamtpunktzahl von 38.5 hat die Fujifilm X-T200 im direkten Systemkamera-Vergleich die Nase vorn. Dennoch spricht mit 29 Punkten auch einiges für die Canon EOS M200. Zu berücksichtigen ist ebenso der UVP beider DSLMs, den 250,- Euro trennen. Bei 849,- und 599,- entspricht dies einen Mehrpreis von rund 29 Prozent, die unser Vergleichssieger veranschlagt. Aktuelle Straßenpreise außen vor.
Für die Fujifilm X-T200 spricht:
- niedrigere Pixeldichte
- kürzere Verschlusszeit bis 1/32.000 Sek. möglich
- um 1,9 Bilder/Sek. schnellere Serienbildgeschwindigkeit
- bietet einen Blitzschuh für Systemblitze
- leicht höhere Bildwiederholrate
- hat einen Mikrofonanschluss
- 0.5 Zoll größerer Bildschirm
- höher auflösenderer Monitor mit 1.72 Mio. Pixel mehr
- schwenkbarer Screen
- hat einen eingebauten Sucher
- gut 55 Fotos mehr mit einer Akkuladung (gem. CIPA-Standart) möglich
- kann die aktuelle GPS-Position in den Metadaten der Fotos speichern
- größeres Objektivangebot
Die X-T200 ist erhältlich bei:
Für die Canon EOS M200 spricht:
- ca. 29 Prozent günstiger (gem. UVP seitens Canon)
- effektiv um 2,7 Mio. Pixel höhere Bildauflösung
- ermöglicht mit 1/200 Sekunde eine um 20 Millisekunden kürzere Blitzsynchronzeit
- höheres Aufnahmezeitlimit für Videos
- eingebautes Bluetooth-Modul
- portablerer Body
- etwas leichteres Kameragehäuse





















































